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11. Braunis Gute Nacht Geschichten | Der Wettlauf

Am zweiten Ferientag trafen sich alle Freunde auf ihrer Fußballwiese. Sie machten Vorschläge was sie als nächstes spielen wollten. Sie entschlossen sich für einen Wettlauf.

„ Darf ich bitte mitlaufen?“ fragte eine Schildkröte die auf die Freunde zukam.

„ Nein,“ sagte Henry der Papagei. „Das geht nun gar nicht. Wir kennen dich doch gar nicht. Wir sind hier alle befreundet und du gehörst nun mal nicht dazu.“

„ Halt deinen Schnabel,“ brüllte Brauni wütend. „Du warst auch nicht unser Freund als wir uns kennen gelernt haben. Und obwohl du uns auch noch geärgert hast, waren wir dazu bereit dich auch zum Freund zu machen. Schäme dich Henry!“

Das tat Henry dann auch. Verschämt versteckte er für einen kurzen Augenblick, seinen Kopf unter seinem Flügel.

„ Wie heißt du denn,“ wollen alle wissen.

„ Mein Name ist Willi,“ erklärte die Schildkröte.

Henry kam mit seinem Kopf wieder aus dem Flügel hervor und lachte ganz laut: „wie heißt du? Willi? So heißt ja mein Opa und der ist alt.“

Brauni guckte Henry nur einmal böse an und dieser hielt dann lieber den Schnabel.

Alle entschieden, das Willi natürlich in die Runde aufgenommen wird.

Nach langem hin und her, entschlossen sie sich, einen Wettlauf zu machen.

Manolo, der Dachs zog einen langen Strich und sagte wie ein Profi: „so. Das ist unsere Startlinie.“

Ferdinand, Carlos, Fredi, Henry, Manolo, Willi und Brauni, stellten sich hinter der Startlinie auf.

Manolo übernahm das Kommando für den Start. „Bei drei laufen wir los.“

Aufgeregt guckten sie sich alle noch mal an. Jeder von ihnen wollte das Rennen gewinnen.

Dann schrie Manolo:“ uno, dos, tres“. Dann lief er los.

Nach einer Weile, wunderte er sich, das keiner neben ihm lief. Also stand es gar nicht so schlecht für ihn. Er schien der Schnellste zu sein.

„ Was war denn das?“ schrie Henry. „Was hast du denn da gesagt“?

Carlos musste auch seinen Beitrag dazu geben: „das heißt eins, zwei, drei und nicht uno, dos, tres.“

Manolo kam verlegen wieder zurück und sagte: „ entschuldigt bitte Freunde. Das war spanisch. Ich vergesse manchmal, das ihr mich dann ja nicht versteht.“

„ Aber das macht doch nichts,“ meinte Brauni. „ Wir können doch aber auch alle ein bisschen spanisch lernen. Du Manolo bist dann unser Lehrer.“

„ Si, si, si“, kam es von Henry. „ Dieses mal, werde ich den Start übernehmen.“

Sie stellten sich alle wieder an die Linie und Henry übernahm das Kommando.

Stolz schrie er lauf: „uuuuuuuno, doooooooooooos, dres.“

Sie liefen los. Henry flog natürlich. Als sie die Hälfte der Stecke gelaufen waren, hörten sie hinter sich einen heulenden Wille. Er war gerade einen Meter weiter gekommen und weinte: „ich bin ja viel kleiner wie ihr. Darum kann ich nicht so schnell lauf und werde dann ja immer der Verlierer sein. Ich geh lieber wieder zu meiner Mama.“

Die Freunde gingen alle zu ihm. Brauni gefiel es nicht wenn einer weinte. Er musste dann immer seine Tränen runterschlucken weil er dann mitweinen musste.

„ Willi, sagte er. Nun gebe doch nicht gleich auf. Wir müssen uns bloß etwas einfallen lassen wie es fairer wird.“

„ Ich bin doch aber auch klein,“ plapperte Henry.

„ Aber du kannst fliegen. Und fliegen ist schnell und nicht langsam,“ erklärte Fredi.

Dann kam Carlos auf die Idee:, der Größte von uns, nimmt Willi auf den Rücken.“

„ Das ist ja eine tolle Idee, sagt Brauni. Nur wenn ich gewinne dann gewinnt Willi ja auch. Das finde ich auch nicht gut.“

Willi ließ schon wieder den Kopf hängen.

„ Ich hab´s, rief Ferdi der Fuchs. Was haltet ihr denn davon, wenn Willi das rote Fahrrad von Brauni nimmt. Damit kann er fahren und ist viel schneller als wenn er laufen würde. Dann hat auch er eine Chance. „

Als Henry und Manolo dann: „ si, si, si und die anderen ja, ja, ja riefen machte es ihn unheimlich stolz. Ja, manchmal hatte Ferdi auch eine gute Idee.

Willi strahlte wieder über das ganze Gesicht.

Sie gingen alle wieder an ihre Startlinie. Weil Ferdi die gute Idee hatte, durfte er das Kommando übernehmen.

„ Wie heißt eins zwei drei noch auf spanisch?“ wollte er wissen.

„ Ich habe es mir gemerkt, sagte Henry. Das heißt uno, dos, tres.

Alle stellten sich in Position. „ Uno, dos, tres,“ schrie Ferdi.

Und los ging´s. Henry flog, Willi fuhr mit Braunis Fahrrad und die anderen liefen so schnell wie sie konnten.

Carlos war der Erste.

„ Na ja Freunde, das habe ich mir schon gedacht, das ich der Beste bin,“ sagte Carlos angeberisch.

„ Nun gebe bloß nicht so an,“ plapperte Henry. „ Ich war der Zweite und das ist auch gut.“

„ Nun hört doch auf zu streiten,“ meinte Brauni. „ Die Hauptsache ist doch, das wir alle unseren Spaß hatten. Und dann haben wir auch noch einen Freund dazu bekommen.“

„ Si, si, si, „ sagte Henry. “ Wir haben einen langsamen Freund dazu bekommen”.

„ Henry, Henry, Henry,“ sagte Brauni verzweifelt. „ Halte du bloß den Schnabel. Willi ist zwar langsam aber du bist immer vorlaut. Das finde ich viel schlimmer.“

Am Ende hatten sie eine ganze Stunde gebraucht um einen Wettlauf zu machen. Das ist lange aber sie hatten ihren Spaß, eine gute Idee und einen neuen Freund.

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