Alle Freunde verabredeten sich, für den Nachmittag auf der Fußballwiese.
Willi, Manolo, Fredi, Brauni, Ferdinand, Carlos und, und?
Einer fehlte noch. Ja, richtig. Es war Henry der Papagei, der nicht da war. Nun konnte man aber nicht behaupten, das alle Freunde darüber traurig waren. Einige waren sogar ganz erleichtert. Dieses mal, würde keiner stören.
Weil Willi, wegen seiner Langsamkeit sowieso Fußball nicht mitspielen konnte, beschlossen alle, das er den Schiedsrichterposten übernehmen sollte.
Sie wollten gerade zu spielen beginnen als sie Henry schreien hörten: „ Leute! Ich bin da. Ich komme heute mit einem Taxi!“
Alle drehten sich sofort zu Henry um. Was sollte das nun wieder heißen. Mit einem Taxi?
Dann fingen alle an zu lachen. Henry saß auf dem Kopf, von einem Esel. Das schien den Esel aber nicht zu stören denn er guckte allen Freunden fröhlich entgegen.
„ Wollt ihr auch mal mein Taxi benutzen?“ fragte Henry in die Runde.
Oh ja schrieen alle durcheinander.
„ Das kostet aber was,“ sagte Henry. „ Ihr müsst mir dafür was geben. Ein paar Sonnenblumenkerne oder so.“
Deprimiert sahen sich alle an. Sie hatten nichts, was sie hätten Henry geben können.
„ Moment mal,“ sagte der Esel zu Henry. „ Dann bekomme ich jetzt ja auch was von dir. Ich nehme eine Möhre.“
„ Verdammt noch mal,“ kreischte Henry. „ Ich habe keine Möhren. Und außerdem gehörst du mir. Ich habe dich im Wald gefunden. Und jetzt musst du mein Taxi sein.“
„ Ich muss überhaupt nichts!“ sagte der Esel.
„ Wie heißt du eigentlich,“ wollte Carlos wissen.
„ Mein Name ist Petro,“ sagte der Esel stolz. Dann wiederholte er seine Worte:
„ mein Name ist Petro und ich bin ein halber Spanier. Meine Großeltern kamen mal von Spanien hierher.“
„ Dann habt ihr ja was gemeinsam, du und Manolo. Manolo ist der Dachs hier und der kommt auch von da,“ sagte Brauni.
„ Sooooo ein Quatsch,“ kreischte Henry wieder. „ Du heißt Taxi und nicht Petro.“
„ Henry,“ sagten Brauni und Carlos gleichzeitig, „ Henry halt die Klappe.“
Petro grinste über das ganze Gesicht.
Man dachten die Freunde. Der hat aber große Zähne. Aber irgendwie, sah dieser Petro lustig aus.
„ Wer, will denn mal auf mir reiten“ fragte er in die Runde.
Alle wollten als erster dran kommen.
Dann hörten sie Willis jammervolle Stimme sagen: „ ihr seid alle größer wie ich. Ich komme da ja gar nicht drauf.“
Brauni schaute Willi an und meinte: „ du musst nicht immer gleich auf geben. Pass auf, ich helfe dir.“
Petro schüttelte mit seinem Kopf und Henry konnte sich nicht mehr an der Mähne festhalten. Er fiel runter auf die Wiese.
„ Ein bisschen netter und vorsichtiger bitte, „ meckerte Henry mit Petro.
Dann legte Brauni sich ganz flach auf den Bauch und forderte Willi auf, an ihm hoch zukrabbeln . Der machte es dann auch und die anderen Freunde passten auf, das er nicht runterfiel.
Nach einer Weile, hatte Willi den Rücken von Petro erreicht. Er war sehr aufgeregt denn es war sehr hoch für ihn.
Dann sagte er noch schnell zu Petro: „ aber bitte ganz langsam, sonst falle ich herunter und mein Haus geht kaputt“.
Dann stiefelte Petro ganz langsam los und drehte eine Runde auf der Wiese.
Alle kamen mal dran. Bei Carlos, war Petro ganz schön am schnaufen weil er sehr schwer war.
Als letztes sollte dann Brauni dran sein. Petro machte noch eine kleine Verschnaufpause bevor er Brauni auf seinen Rücken ließ. Brauni legte sich auf seinen Rücken und dann passierte es. Petro brach unter Brauni zusammen.
„ Komm hoch, komm hoch, du bist zu schwer“ jammerte Petro.
Brauni kam hoch und hob Petro wieder auf die Beine.
„ Bist du aber schwer,“ schnaufte er.
„ Brauni kann nicht Taxi fahren, Brauni kann nicht Taxi fahren,“ feixte Henry sich eins.
Dann sagte Brauni mit gehobenem Kopf zu Henry:“ nein du hast recht, ich nicht aber Petro! Komm Petro. Setze du dich auf meinen Rücken. Dann werde ich dich tragen.“
Alle lachten und waren zufrieden. Bis auf? Ja natürlich unser Henry. Henry war sehr traurig. Nun hatte er sein Taxi nicht mehr für sich alleine.

