Seit vielen Jahren bin ich nicht mehr auf eine normale Schule gegangen. Ich habe Privatunterricht bekommen,weil mein Vater es so wollte. Doch heute war es so weit. Ich hatte ihn überredet, mich auf eine Schule gehen zu lassen.
Etwas nervös betrat ich die Schule und ging zu meinem Klassenzimmer. Ich klopfte an und betrat den Raum. 25 Augenpaare starrten mich neugierig an. "Ah Claire,komm doch zu mir. Das ist eure neue Mitschülerin Claire du Lune. Sie wird ab jetzt in eure Klasse gehen. Setz dich doch bitte nach ganz hinten,da ist noch eine Bank frei." Ich ging ein paar Schritte und erstarrte. So einen Duft hatte ich noch nie gerochen. Wie hypnotisiert starrte ich den Jungen in der ersten Reihe an. Als ich nach einiger Zeit bemerkte, dass mich alle anstarrten huschte ich schnell auf den ir zugewiesenen Platz. Nach zwei Stunden Mathe, in denen ich jede Aufgabe mit Leichtigkeit löste, gab es eine Pause. Mitten auf dem Flur legte jemand den Arm um meine Schultern. "Sag mal spinnst..." ich verstummte, denn sah in das Gesicht von dem Jungen mit dem leckeren Duft. "Willkommen an der T.R. Schule! Wie gefällt es dir?" Bevor ich ihm antwortete nahm ich seinen Arm von meinen Schultern. "Also was ich bis jetzt gesehen habe, ganz gut. Bis später!" Schnell verschwand ich auf der Mädchentoilette. Er durfte nicht noch einmal so nah kommen! Sein Blut machte mich verrückt. Ich holte meine undurchsichtige Flasche heraus und trank. Der Junge hatte meinen Durst ziemlich angestachelt. Als mein Verlangen gestillt war ging ich zurück zum Klassenraum. Dort verbrachte ich den Rest der Pause.
In der 5. Stunde meinte unser Englischlehrer,dass die anderen sich mir vorstellen sollten. So erfuhr ich das der Junge Tom hieß. Die letzte Stunde flog nur so an mir vorbei, da ich Tom ungestört durch meine getönte Brille beobachten konnte. Mittags fuhr ich mit meinem Auto nach Hause. Ich war zwar erst 16 Jahre alt, aber ich hatte eine Sondergenehmigung. Um kurz nach eins parkte ich meinen Landrover vor meinem zu Hause. Ich hatte einen tollen Vormittag und ging direkt auf mein Zimmer. Dort warf ich meinen Rucksack in die Ecke und ließ mich rücklings auf mein Bett fallen. Endlich, nach 464 Jahren, hatte ich die Person gefunden, dessen Blut ich am meisten bekehrte. Ich sprang auf und holte meine Geige aus dem Kasten. Mir ging es einfach nur gut und ich spielte freudige Töne. Ich tanzte im Zimmer herum und ließ die Töne immer höher und schneller werden. Ein Klopfen an meiner Tür ließ mich abrupt stoppen. Es war Amanda, meine Dienerin. "Entschuldige das ich störe,Princesse, aber dein Vater möchte mit dir etwas trinken." Na toll, musste das jetzt sein? Er würde mir nur wieder die gute Laune verderben!

