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Casanova, wiedergeboren in Lex Böff dè Nöff; der Beginn

Sie werden es mir nicht glauben, denn Casanova wurde wiedergeboren, und zwar in mir, denn ich bin Lex Böff dè Nöff!

Sie glauben mir nicht?
Dann lassen Sie es mich beweisen, in dem Sie mich auf der Zeitreise meiner Erinnerungen begleiten.

Nachdem ich nun doch ein beträchtliches Alter erreicht habe und der Fleischeslust der holden Weiblichkeit entrinnen möchte, begebe ich mich nun in den wohlverdienten Ruhestand. Bevor ich mich aber ganz zurückziehe, möchte ich in meinen Erinnerungen kramen um diese auf www.geschichten-kostenlos.de schonungslos niederzuschreiben.

Es begab sich zu meiner einstmals noch sehr tugendhaften Jugendzeit, in der ich lieber voller Begeisterung nach dem Fußball trat, als dem Laster der Sexualität hinterher zujagen, oder mir sündhafte gedankliche Betrachtungen über anatomische Formen und Körperöffnungen des weiblichen Geschlechts zu machen.
Sie müssen verstehen, ich - Lex Böff dè Nöff - liebte nur die Anatomie des Fußballs, bis – ja, bis ich dann eines Nachts diesen Traum hatte und mir eine Person erschien, die behauptete, dass ich eigentlich Giacomo Girolama Casanova sei……!

Sie können mir glauben, ich schaute genau so blöd wie jetzt sie, und Sie werden sich bestimmt nicht vorstellen, was er dann noch so von sich gab… Er sagte - und das im vollsten Ernst –

„Ich bin reinkarniert in Dir!“

Im ersten Augenblick musste ich natürlich überlegen, welche Bedeutung dieses Wort „reinkarniert“ eigentlich hatte.
Aber er unterbrach meine Gedanken, die ich mir im Traum machte (das ist gar nicht so einfach, versuchen Sie es doch bitte auch einmal), denn er fuhr in seinen Ausführungen fort.
„Ich bin in Dir wiedergeboren, du bist Casanovas würdigster Nachfolger denn ich bin Du und Du bist ich.“

Ich blickte ihn fassungslos an und dachte, der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank!
Tatsächlich trug er die Kleidung der Menschen, die zu seiner Zeit gelebt haben, ebenso eine silbergraue Perücke. Sein eigenes Haupthaar hatte er zu einem Zopf im Nacken zusammengebunden.
Er hatte ein weißgepudertes Gesicht und auf seinen Wangen hatte er sich ein dezentes, rosiges Rouge gelegt. Sein durchdringender Blick war charmant, dabei dennoch faszinierend und sympathisch.

Dann passierte folgendes…
Stellen Sie sich bitte vor, Sie machen auf Ihrem Computer für eine Software ein Update und beobachten die Anzeige des laufenden Streams für die Dauer und Schnelligkeit des bereits gespeicherten, oder des noch herunter zu ladenden Programms - genau das passierte in meinem Gehirn und so strömte das Leben von Giacomo Casanova blitzartig in meine Gehirnwindungen und so erhielt ich ein Update über das Dasein des größten, jemals gelebten Casanovas.

Ich bekam einen gewaltigen Input an in mich strömenden, lüsternen Sinnesfreuden des damals lebenden Frauenhelden – und – stellen Sie es sich bitte noch einmal vor - ich vergaß im Anschluss an diesem Traum den Fußball!
Meine Leidenschaft für das weibliche Geschlecht stellte das profane Spiel mit dem Ball bald völlig in den Schatten.
Aber – der verhängnisvolle Traum endete hier noch nicht. Er unterhielt sich weiterhin mit mir, oder besser gesagt, er redete nicht mit mir, sondern er dachte, und was er dachte, dachte ich mit, denn er war ja ich.

„Du wirst mir alle Ehre machen, das weiß ich jetzt schon. Leider bin ich, obwohl ich dreiundsiebzig Jahre lang gelebt habe, viel zu früh gestorben. In meinen Erinnerungen, die in Dir weiterleben werden, werde ich weiterhin schwelgen können und jeden Augenblick deiner Sinnesfreuden und deiner aufkommenden Lust beiwohnen.
Du kannst mir glauben, dass Du eine herrlich lüsterne Zukunft vor Dir haben wirst, und ich werde sie sehr genießen.“
Er sah mich noch einmal mit einem wohlwollenden Blick freundlich an, verbeugte sich galant und zerplatzte plötzlich wie eine Seifenblase.

Fortsetzung demnächst auf www.geschichten-kostenlos.de

Freundlichst Ihr

Giacomo Casanova, alias Lex Böff dè Nöff.
 

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