Unter weitem Himmel
Blau bis zum Horizont liegt das Land,
gesäumt von fernen Gebirgen.
Wasser, Fels, Himmel soweit das Auge reicht.
Verschwimmend im Dunst der Ferne,
zu einem Unendlichem Reich.
Und am Rande der Welt da fließt ein Strom,
Lebendigkeit , Freiheit bringt er mir.
Ein Vogel mit weiten Schwingen das Licht erfliegt.
Er soll mir überbringen was auf der einsamen Insel
im Jenseits geschieht.
Grenzen liegen zwischen Wunderwerken, Zaubereien,
zwischen Wahrheit und längst vergangener Zeit.
Und die Erde unter meinen Füßen ,
verspinnt sich mir zu einem Kleid.
Aus Rosenknospen und Geäst,
aus Blattwerk, Wurzeln und Gestein,
wird mir die Fühligkeit für einen Augenblick gar sein.
Wie blind durch ging ich manchen Tag
und sah den Himmel nicht.
Wie Gold in Blau und Orange
sich zu wundersamen Farben mischt.
Oh, gebt mir Augen,
an dunklen, hellen Tagen,
Lichter, Bilder
und meinem Herzen Kraft,
um sich an die Welt,
die gegenwertig Lebensraum mir schafft,
friedvoll, selig zu erlaben.
Brigitte Zehmisch

