Ein Bär, der durch den Walde kroch,
den süßen, leckeren Honig roch.
Er fragte sich, wo kommt das her?
Er folgt’ dem Duft, der alte Bär.
Entdeckte bald den Bienenstock,
darüber die Frau Meise hockt.
Er fragte leise die Frau Meise:
„Sind denn die kleinen Bienchen schon auf Reise?“
Die Meise blickt’ ihn fragend an:
„Du willst doch nicht an den Honig ran?
Ohne zu fragen find ich nicht richtig.
Sei doch einfach nicht so süchtig.“
Den Bär interessierte ihre Meinung nicht,
schon lang auf den Honig freute er sich.
Seine Tatze griff gierig rein
und freudig schob er sich den Honig hinein.
Er hat ihn soeben verschlungen,
als alle Bienen kommen geschwungen.
Gerade wollte er schnell aufbrechen,
doch schon merkte er das fürchterliche Stechen.
„Hilfe! Hilfe! Lasst mich!“, schrie er dann
und blickte die Meise fragend an.
„Du hast genommen, was du wolltest,
aber ohne zu fragen, du nicht solltest.“

